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Bildbeschreibung

 

MainbernheimMainbernheim

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken zur Umsetzung

Der Weg zum Aquarell

 

 

 

In Mainbernheim, mit dem Fotoapparat auf Motivsuche. Genau dieses Motivs, mit seiner fantastischen Perspektive sollte es sein. Zu Hause angekommen druckte ich mir diese Ansicht in einem Schwarz- Weißformat aus, um nicht zu sehr am Abbild zu kleben. Ich wollte meine eigenen Eindrücke, die ich vor Ort empfand, wiedergeben. Ich skizzierte diese Ansicht, mit wenigen Bleistiftstrichen aufs Aquarellpapier. Die Vorzeichnung dient als grobe Orientierung der Gesamtkomposition. Da ich mich in das Rotviolett der Dahlien verliebte, sollten auch diese Farben im übrigen Bild den Ton angeben. Im Farbkreis gegenüber liegt das Gelbgrün. Diese Farbe setzte ich als Farbkontrast ein, um dem Rotviolett die nötige Leuchtkraft zu geben. Um dem Bild mehr Spannung zu verleihen, lies ich das Licht kurzer Hand von der linken Seite kommen, wozu sind wir denn Maler. Dafür sparte ich beim Kolorieren das Weiß des Blattes, fürs Licht, kompositorisch ausgewogen aus. Um Tiefe im Bild zu erzeugen, lies ich die Farben im Hintergrund verblassen und betonte sie hingegen farblich stark im Vordergrund. Die dunklen Tonwerte ziehen das Auge an und verbinden gleichzeitig die Architektur mit den floralen Elementen. Die Diagonale im Bild erzeugt Dynamik und Spannung.

 

 

An dieser Stelle ein Zitat von Paul Cézanne ......"Die Kunst ist eine Harmonie parallel zur Natur"

 

 

Vor Ort auf Motau diese Ansicht erschien mir spannungsvoll. Durch die ausgeprägte Perspektive sehr malerisch.

Zu Hause angekommen druckte ich mir diese Aufnahme in Schwarz- Weiß aus, um mich farblich besser auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Nun ging es auch schon los mit einer schnellen Vorzeichnung, die nur für den Überblick der Gesamtkomposition dienen sollte.

 

Um ein spannungsgeladenes Licht ins Bild zu bekommen veränderte ich kurzerhand die Lichtquelle und lies das Licht von der linken Seite kommen. Für was sind wir denn Maler….wir können bzw. müssen unser eigenes Bild malen um authentisch zu bleiben. Das Endergebnis ist wichtiger als die Abbildung, denn das macht schon der Fotoapparat.

 

Farblich inspirierten mich die rotvioletten Dahlien, die ich vor Ort sah. Diese Farbe sollte im Bild den Ton angeben und die farblicheStimmung im Bild erzeugen.

Im Farbkreis gegenüber liegt das Gelbgrün. Diese Kombination gibt Spannung und den farblichen Kontrast wieder.

 

Für das Licht lies ich das Blattweiß ausgewogen stehen.

Um es besser zum Vorschein zu bringen gestaltete ich den Himmel deutlich dunkler, hiermit verstärkte sich der Hell- Dunkelkontrast und das Auge wird spannungsvoll angezogen. Dynamik gab ich mit einer weiteren Dunkelheit zwischen den Dahlien ins Bild, die auch als Verdichtung des Blattwerkes dient.

 

Durch die im Hintergrund blasser werdende Farbe wurde die Farbperspektive unterstützt und eine Tiefenwirkung erzielt.

 

Die Farben benutzte ich von Schmincke,

Magenta, Kadmium Gelb, Ultramarin, Olivgrün, Siena, Phthaloblau...die Zwischentöne sind alle aus diesen hier genannten Farben gemischt.

 

Gudrun Röhm